Gamelanisten verreisen auch – aber …

das Gamelan bleibt daheim. Daher verreisen Gamelanspieler nur ganz ungern, bzw. nur dorthin, wo ein anderes Gamelan steht.

Ein komplettes Gamelan ist normalerweise ortsfest. Und es ist auch nicht üblich, dass jeder Spieler sein Instrument mit nach Hause nimmt. Es gehört ihm meist nicht einmal. Die Instrumente bleiben alle zusammen und stehen dann etwas verloren in einem Pendhopo (=offene überdachte Empfangshalle eines Anwesen) herum.

Zum Spielen bzw. Üben treffen sich die Gamelanisten und bringen das ganze Ensemble zum Leben.

Diese Regel gilt eigentlich nur für das javanische Gamelan. Und genau genommen, ist es auch wieder ganz anders, denn ein Gamelan kann in seine Einzelteile zerlegt und umgezogen werden. Aber das ist aufwendig und braucht viele Helfer, Fahrzeuge, Organisation … und lohnt sich nur für besondere Feierlichkeiten. Dazu gehört (leider) nicht Urlaub bzw. Ferien. 

Wir von “Krautgamelan” bleiben die ganzen Sommerferien in München und spielen Gamelan. Denn das ist unser Urlaub. Wenn Du uns hören und sehen willst, dann schau auf unseren Eventkalender und besuche uns zu unserer Probe im Münchner Stadtmuseum, in der Sammlung Musik.

Es beginnt schon kommenden Samstag, den 27. Juli 2019 um 10-13 Uhr. Wir freuen uns auf Deinen Besuch.

Bild verpackter Gamelaninstrumente in einem S-Bahnabteil
so schaut es aus, wenn Gamelanisten verreisen … 😉