(Obacht: dieser Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung; allerdings wurden wir dazu nie aufgefordert)

Ein Gong ist ein Gong!

Im javanischen Gamelan ist der Gong Anfang und Ende. Alles beginnt und endet mit dem Gong. Zeremonien, Feiern, Veranstaltungen aller Art werden mit einem Gongschlag eröffnet und am Ende ebenso geschlossen.

Krautgamelan hat seit Neuestem einen eigenen Instagrammaccount. Was liegt also näher als den ersten Post mit einem Gong zu beginnen.

schwarzer Gong mit güldener Gongnase
Gong von Krautgamelan

Das ist unser javanischer Gong!

Wie fast alle unsere Instrumente, haben sie eine Geschichte.

Die Geschichte unseres Gongs

Bei unserem letzten Besuch in Indonesien 2016, trafen wir zwei gute Freunde, die wir schon seit Jahren kennen, Sie besitzen ein Bali-Shop in Deutschland, genauer gesagt in Erlangen, Bayern, Mittelfranken (www.xanido.de) Na klar haben wir von unserer Tour durch Java erzählt und dass wir uns auch nach Instrumenten umsehen. Als sie davon hörten, versprachen sie uns spontan einen Gong! Und mit versprachen, meinten sie geschenkt!

Allerdings hat dieser Gong einen Schönheitsfehler. Nachdem unsere Freunde den Gong vor Jahren in Bali gekauft hatten, lagerte er viele Monate alleine in einer Scheune bei Erlangen. Ungehört und ungeschlagen. Als sich eines Tages ein weiße Katze in das Lager verirrte. Sie strich durch die Regale und legte sich in den Rand des Gongs zum Schlafen. Das Schnurren der Katze nahm der Gong in seine Schwingung mit auf und von nun an verbrachten sie regelmäßig die Nachmittage zusammen. Die Katze erzählte ihm von ihrer Heimat Deutschland und er erzählte ihr von seiner Heimat Indonesien. Das lief Jahre lang so weiter, als eines Tages die Kordel, an dem der Gong aufgehängt war, von einer Maus angenagt wurde und riss. Mit donnerndem Getöse, fiel der Gong auf den Boden und erschreckte die Katze so stark, dass sie ihn vor Schreck mit Urin bespritzte. So laut und donnernd war der Sturz gewesen, dass die Katze bis heute nichts mehr hört. Der Gong jedoch ist bis heute durch die Säure des Katzenurins gezeichnet. Doch manchmal schwingt in seinem Ton das Schnurren der Katze mit.

Seit dieser Zeit ist unserem Gong bedauerlicherweise der Name “angepisster Gong” hängen geblieben. Aber uns ist das egal. Wir lieben ihn trotzdem und schlagen in immer wieder gerne.

Vielen Dank für diesen individuellen, schönen Gong. Schön? Ja, Schön! Denn, wie wir alle wissen liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Und hier liegt sie ebenso im Ohr des Zuhörers.